Netzwerkfreigabe
Ein Serverordner wird in den Suchpfad für Unterstützungsdateien aufgenommen; beim Start lädt AutoCAD alles daraus. Eine neue Fassung auszuliefern heißt, eine Datei in den Ordner zu kopieren — deshalb ist das der häufigste Weg.
Sobald die Freigabe nicht erreichbar ist, fehlen alle Werkzeuge: auf der Baustelle, im Homeoffice, wenn das VPN abbricht. Und die Startzeit wächst mit der Zahl der Dateien, während der Ordner nur größer wird — niemand möchte derjenige sein, der das Werkzeug einer Kollegin gelöscht hat.
E-Mail und USB-Stick
Wer das Werkzeug geschrieben hat, schickt die neue Fassung als Anhang oder gibt sie persönlich weiter; jede und jeder kopiert sie auf den eigenen Rechner. Keine Installation, kein Warten auf die IT.
Nirgends steht, wer welche Fassung kopiert hat. Wer an dem Tag im Urlaub ist, bekommt die Nachricht nie und arbeitet monatelang mit der alten Fassung. Auffällig wird das erst, wenn dieselbe Zeichnung zwei verschiedene Ergebnisse liefert — und die Ursache findet sich Tage später.
Anmeldeskript
Die IT schreibt ein Skript, das die Dateien bei der Anmeldung kopiert. Zentral, nachvollziehbar und ohne dass jemand daran denken muss — von den vier Wegen der verwaltungstechnisch solideste.
Jede Änderung läuft nun über die IT. Die Ingenieurin, die das Werkzeug geschrieben hat, braucht zehn Minuten für die Korrektur und wartet drei Tage auf die Verteilung — und ab dem dritten Tag stellt niemand mehr ein Ticket für Kleinigkeiten. Das Werkzeug bleibt kaputt, obwohl es reparabel wäre.
Von Hand, Rechner für Rechner
Jemand fängt neu an oder ein Rechner wird getauscht; jemand setzt sich hin und installiert die Werkzeuge einzeln. Der sicherste Weg zu wissen, dass die Einrichtung stimmt.
Das kostet einen Tag, und eine Woche später hinkt der Rechner schon hinterher. Der einzige Nachweis, was auf welchem Rechner liegt, ist das Gedächtnis der Person, die es installiert hat — und dieser Nachweis geht mit ihr.